Forst

Allgemein

Der Korporation Freiteil gehören die folgenden Waldungen: Freie Wälder 451 ha / Sarner Hohwald 91 ha / Ennetriederwald 23 ha / Wald Chalcheren 2 ha. Diese Wälder erfüllen Nutz-, Schutz- und Wohlfahrtsaufgaben. Der jährliche Hiebsatz beläuft sich auf 2'000 m³. Während die Wälder in früheren Jahren ansehnliche Erträge abwarfen und der Stolz der Besitzer waren, so halten sich heute Aufwand und Ertrag meistens die Waage. Dies, weil die Holzverkaufspreise stagnieren, die Arbeitskosten steigen und in die Walderschliessungen viel Geld investiert werden muss. So ist Unterlagen zu entnehmen, dass im Jahre 1961 Rundholz für ca. CHF 130.00 je m³ verkauft werden konnte, bei einem damaligen Stundenlohn von CHF 3.00.

Forsthof «Chollerenboden», Sarnen

Im Jahre 1979 bot sich Gelegenheit, die grosse Holzhütte des Kantonsspitals günstig zu erwerben. Diese Hütte wurde abgebaut und im Jahre 1987 an zentraler Lage der Freiteilwaldungen im «Chollerenboden» (Zimmertal) auf rund 750 m ü. M. als neuer Forsthof wiederaufgebaut. Mit der Bildung der forstlichen ARGE erhöhten sich der Personalbestand und der Maschinenpark. Der Forsthof genügte den räumlichen und organisatorischen Ansprüchen nicht mehr. Im Jahre 2003 wurde deshalb der Ausbau des Forstmagazins in Angriff genommen und im Oktober 2004 konnte der neue Werkhof feierlich eingeweiht und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Im Neubau sind die Maschinenhalle, ein Brennholzlager und der Treibstoffraum untergebracht. Der Platz unter dem Bogendach kann als Schlechtwetterarbeitsplatz genutzt werden. Im Altbau wurden Umkleideräume, Duschen und die Stückholzheizung eingebaut.

ARGE-Forst Schwendi – Freiteil – Kägiswil – Ramersberg

Per 1. Januar 2010 wurde die bisherige ARGE mit dem Forstbetrieb der Korporation Schwendi erweitert und bildet neu eine ARGE Forst Sarnen. Sie deckt damit das ganze Gemeindegebiet von Sarnen mit einer Waldfläche von 2'470 ha ab und wird damit der zweitgrösste Forstbetrieb im Kanton Obwalden. Dadurch sind rationellere Produktionsmöglichkeiten und ein stärkeres Auftreten am Holzmarkt möglich und der Forstbetrieb kann auf längere Sicht erhalten und gestärkt werden. Die Grösse des Betriebes und der erweiterte Maschinenpark ermöglichen ein effizientes und zügiges Arbeiten. In einer Vereinbarung sind die gemeinsame Nutzung der Forsthöfe, die Pflichten der ARGE, die Kompetenzen der Forstkommission und die bei den Korporationen verbleibenden Aufgaben geregelt. Als Waldbesitzerin bleibt jede Korporation selbständig und führt ihre eigene Forstrechnung. Für die ARGE Forst Sarnen standen am 31. Dezember 2016

  • 1 Förster
  • 1 Forstwart-Vorarbeiter
  • 2 Forstwarte
  • 3 Waldarbeiter
  • und 4 Lehrlinge im Einsatz

Forsthüttli

Mangels genügender Erschliessung der Waldungen war es bis Mitte des letzten Jahrhunderts üblich, dass die Forstleute zu Wochenbeginn zur Arbeit marschierten, während der Woche in den Forsthüttli übernachteten und erst am Wochenende wieder heimkehrten. So dienten die Hütten der oberen Bergregionen als Unterkünfte für Mann und teilweise auch für Pferde. Die kleineren Hüttli waren nur für Essgelegenheiten und als Schlechtwetterunterstand vorgesehen. Aus dieser Zeit sind noch 8 Forsthütten vorhanden. Diese sind in mehr oder weniger komfortablem Zustand an Private und Vereine in Jahresdauermiete vermietet.

Forstkommission

  • Renato Burch, Vertreter Korporation Schwendi, Forstpräsident
  • Hampi Lussi, Vertreter Korporation Kägiswil, Vizepräsident
  • Thomas Schrackmann, Vertreter Korporation Freiteil, Mitglied
  • Niklaus Wirz, Vertreter Korporation Freiteil, Mitglied
  • Thomas Fanger, Vertreter Korporation Schwendi, Mitglied
  • Andreas Kathriner, Vertreter Korporation Kägiswil, Mitglied
  • Martin Kiser, Vertreter Korporation Ramersberg, Mitglied
  • Rosmarie Kiser, Vertreterin Korporation Ramersberg, Mitglied
  • Andreas Bacher, Vertreter AWL, Mitglied mit beratender Stimme
  • Wendelin Kiser, Revierförster, Mitglied mit beratender Stimme
  • Patrick Imfeld, Korporation Freiteil, Protokoll und Verwaltung

www.forst-sarnen.ch